Verfeuern von Kohle
Verfeuern von Kohle in Heizkesseln und Einzelfeuerstätten nach dem System des Durchbrandes
1. Hier sei besonders auf die NÖ Bautechnikverordnung 1997, LGBl. 8200/7-1, § 174,
hingewiesen, die vorgibt, welche Arten von festen Brennstoffen unter Bestimmten
Voraussetzungen verfeuert werden dürfen.

2. Gasreiche Kohle brennt in 2 Phasen:

a. Flammbrand
Flammphase, bei der die Gase mit langer Flamme brennen. Jetzt ist viel Verbrennungsluft 
notwendig. Bei Luftmangel kommt es zu üblen Gerüchen auch Verrußungen, Verpechungen
oder Versottungen .

b. Glutbrand
Die Gase sind ausgebrannt. Der verbliebene feste Kohlenstoff (Koks) glüht aus.

3. Entaschen
Befreien Sie Rost und Feuerraum von Asche und Schlacke und entfernen Sie anschließend 
die kalte Asche. 



4. Einlegen des Brennstoffes
Legen Sie nach dem jeweiligen Wärmebedarf des Hauses (Außentemperatur) die notwendige Kohlenmenge auf.
5. Zünden
Beim Anzünden entstehen die meisten Schadstoffe. Die Gründe sind: kalte Umgebung, schlechter Förderdruck des Fanges („Rauchfangzug“). Entzünden Sie die Kohle von oben das funktioniert, probieren Sie es einfach, - am besten mit Holzwolle, -Hobelspänen und dünnem Anfeuerholz und einigen Holzstücken. Öffnen Sie in der Flammbrandphase unbedingt die Sekundärluft.
6. Abwarten bis die Flammbrandphase abgeschlossen ist. Nun schließen Sie die Sekundärluftklappe.
7. Nachheizen
Asche entfernen (kalte Asche staubt weniger). Befreien Sie anschließend den Rost und den Feuerraum von Asche und Schlacke. Legen Sie frische Kohle auf und entzünden Sie oben wieder ein Feuerchen. Senkrecht eingelegte längere Holzstücke haben sich gut bewährt. Bei längeren Feuerräumen schieben Sie die Glut in Richtung Abzugseite und legen vorne die Kohle auf. Die Schwelgase müssen nun über die heiße Glut und brennen gut aus.
8. Nun wieder wie Punkt 5.
 

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