Kaminöfen
Kaminöfen sind industriell gefertigte Öfen.
Die Vorläufer dieser Öfen waren die gußeisernen Zimmeröfen. Die heutigen Kaminöfen haben Ihren Ursprung in Skandinavien. Es gibt gute Gründe, sich einen Kaminofen anzuschaffen. Das sichtbare Feuer macht Spaß und schafft ein angenehmes Raumklima.
Die Wärmeabgabe erfolgt über Wärmestrahlung und Konvektion.
Ihr Wirkungsgrad beträgt ca. 70 %, sie unterliegen der NÖ BTV 1997 § 178,
DIN 18 891.
Es werden die unterschiedlichsten Modelle angeboten, Runde oder eckige
Bauformen, Kaminöfen für Zimmerecken, usw.
Der Ort der Ofenaufstellung hat bereits Einfluss auf das Modell: Soll das Feuer von zwei Seiten sichtbar sein, oder kann man den Ofen so aufstellen, dass das Feuer in die richtige Richtung schaut. Helle Farben wirken leicht und integrieren sich besser in modernes Wohndesign. Seine Verkleidung kann aus Blech, Kacheln oder Speckstein bestehen. Handelt es sich um Speckstein, ist zu prüfen, ob der Aufstellungsort für das hohe Gewicht des Kaminofens geeignet ist.
Kaminöfen müssen ein Typenschild aufweisen und typgeprüft sein ( Reg.- Nr.) und
sollten mit selbstschließenden Türen ausgerüstet sein (Bauart I).
Dann kann man i.d.R. auf Verbrennungsluftöffnungen nach außen verzichten. Gute Öfen erkennt man an sauberer Verarbeitung (Türen schließen bündig und dicht), außerdem an heißer Verbrennungsluftführung ( Luftöffnungen im Türrahmen halten die Scheibe nur selten sauber) und letztlich am Gewicht (billige Öfen haben oft dünne Wandungen und wenig Schamottierung).
Mit Kaminöfen darf man trockenes, Stückholz, Holz- Brikks, sowie Rinden- Brikks verbrennen.
2,5 Kilogramm Holz ersetzen ca. 1 Liter Heizöl!
Feuerstätten aus Eisen sind auf einer nichtbrennbaren Unterlage aufzustellen. Diese Unterlage muß den Ofengrundriß mind. 5 cm, auf der Bedienungsseite mind. 30 cm überragen. Wird lediglich ein Ofenblech verwendet, hat der freie Luftraum zwischen Fußbodenoberkante und Aschenkastenunterkante mindestens 10 cm zu betragen.
Vor dem Kauf eines Kaminofens, ist es ratsam sich mit dem zuständigen Rauchfangkehrer in Verbindung zu setzen, da viele Fragen zu beantworten sind, wie: Ist der Rauchfang geeignet, ist der Rauchfang betriebsdicht, sind die Abstände zu Nachbarn und Fenster entsprechend, usw.
Da die Errichtung / Aufstellung von Feuerungsanlagen von ausschlaggebender Bedeutung für die Brandsicherheit eines Gebäudes ist, ist grundsätzlich ein Befund des zuständigen Rauchfangkehrers einzuholen.
 
 

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