Holzvergaserkessel
Das Heizen mit Holz ist wieder aktuell geworden, vor allem aus der Sorge heraus, dass möglicherweise die gesicherte Energieversorgung (Kriegsschauplätze wie Jugoslawien, Afghanistan, Irak) nicht anhält und die Preise für Öl und Gas extrem ansteigen werden.
Ebenso ist ein Verstärktes Umweltbewusstsein erkennbar, worauf man vermehrt auf Wiedererneuerbare Energien setzt.
Wer sich für den Brennstoff Holz entscheidet, sollte auf kurze Transportwege achten und sich im klaren sein, dass schon die Vorbereitung zum Holzheizen wärmt:

1. Beim Schlagen und Sägen
2. Beim Spalten und Stapeln
3. Beim Heizen
Moderne Holzvergaserkessel funktionieren nach folgendem Prinzip:

Über die Fülltüre wird das Brennholz in den Brennstoff - Füllraum eingebracht, wo er 
die verschiedenen Prozess Stufen, wie
· Erwärmung und Trocknung
· Pyrolyse ( Zersetzung des Holzes)
· Oxydation (Verbindung der Gase mit Sauerstoff)
· Reduktion ( Verbrennung) 
durchläuft. Der Brennstoff – Füllraum ist durch einen schamottierten Füllraumboden sowie der schamottierten Mischkammer von der Brennkammer getrennt.

Die Verbrennungsluft wird über ein Gebläse und eine Verteileinrichtung einmal als Primärluft durch den schamottierten glühenden Füllraumboden nach hinten und zwischen wassergekühlter Kesselrückwand und heißer Füllraumrückwand in den Brennstoff-Füllraum sowie als Sekundärluft in die schamottierte heiße Mischkammer geleitet.
Die durch die Mischkammer nach unten gerichtete Flamme brennt in der Brennkammer bei hoher Temperatur optimal und nahezu rückstandsfrei aus.
Die Abgase werden nun über eine Wärmetauscherfläche und eine anschließende Beruhigungszone zu den steigenden, Nachschaltheizflächen – über den Rauchgassammler- in den Rauchfang geleitet.

Moderne Holzkessel haben im Dauerbrandverhalten große Vorteile gegenüber den alten „Feststoffkesseln“, welche meistens nur für die Brennstoffe Koks und Kohle konstruiert waren. Da aber eine gleitende Regelung bei Holzkessel nicht besonders gut funktioniert ( wie z. B. bei Öl – oder Gasheizungen) , ist es ratsam sich einen „ Pufferspeicher“ neben dem Heizkessel aufstellen zu lassen, um die überschüssige Wärme aufzufangen.

Bevor Sie sich einen Holzvergaserkessel kaufen, sollten Sie sich mit Ihren Rauchfangkehrer- meister in Verbindung setzen.
Er wird die erforderliche Rauchfanghöhe und den notwendigen Querschnitt der Fanges festlegen oder Prüfen, ob der vorhandene Fang geeignet ist. 

Holzvergaserkessel sollten immer benutzt werden! Für gelegentlichen Betrieb oder als Wochenendhaus Beheizung ist der finanzielle und technische Aufwand zu hoch. Ein Kachelofen oder Kaminofen zentral im Haus errichtet, leistet hier bessere Dienste.

Bei der Planung sollten Sie an einen Lagerraum, welcher nach Möglichkeit von außen zugänglich ist denken. Die Größe des Raumes sollte für ca. 15 – 20 Raummetern Holz reichen.

Je größer der Speicher, umso komfortabler das Heizen mit Holz und der Kessel fährt während der gesamten Betriebszeit auf Volllast bei hohen Verbrennungstemperaturen. Die Emissionen bleiben gering und die Nachbarn klagen nicht über Rauchbelästigungen, die bei Festbrennstoffen im Teillastbetrieb (Verbrennungsluftmangel) unvermeidlich sind.
 

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